Diesellok V60 11011
Baujahr:

Gewicht:

Länge:

Leistung:

Höchstgeschwindigkeit:

1965

60 t

10,90 m

650 PS

60 km/h

Beim Ersatz der Dampf- durch Diesellokomotiven plante die Deutsche Reichsbahn der DDR
eine 650-PS Bauart für den leichten Strecken- und Rangierdienst. Nach mehreren Testreihen stellte der VEB Lokomotivbau "Karl Marx" Babelsberg 1959 zwei Dieselloks, die man in Seddin erprobte.

Das Pflichtenheft verlangte unter anderem eine Radsatzfahrmasse unterhalb von 15t,
die Befahrbarkeit von Gleisbögen mit einem Kurvenradius kleiner 80m,
Einmannbedienung und
zwei Geschwindigkeitsstufen.
Im Rangiergang können somit 30 km/h und im Streckengang 60 km/h erreicht werden.

Nach konstruktiven Veränderungen wurde 1961 die erste Baureihe ausgeliefert. Die Baureihe V60, ab 1970 als 106 bezeichnet, unterlag einer Vielzahl von Änderungen. So wurde die Achslast erhöht, sowie das Führerhaus und die Blindwelle verändert.
Ab 1964 übernahm der VEB Lokomotivbau "Hans Beimler" Henningsdorf die Serienfertigung in der neuen Version.

Die V60 der FME ist baugleich mit den Maschinen der Deutschen Reichsbahn, wurde aber direkt nach Ihrer Fertigstellung an das Reifenwerk Dresden ausgeliefert und am 18.10.1965 in Dienst gestellt. Nach der Auflösung des Werkes übernahm die FME 1993 die Lok und überführte sie nach Nürnberg.
Seit 1996 wird sie bei Fahrten mit den Museumszügen, aber auch für Überführungen und Rangieraufgaben eingesetzt.

Der 12 Zylinder Dieselmotor vom VEB "Kühlerautomat Johannistal" leistet bei 1500 U/min 650 PS.
Der Kraftstoffverbrauch beträgt bei Vollast ca. 1l / km.


Als Betriebsnummer wurde wegen der nicht vorhandene Staatsbahn-Nummer
die Fabrik-Nummer 11011 des Herstellers gewählt.